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Zukunft für eine immer unübersichtlichere Welt gestalten – SWR1 Leute

Wenn wir die Zukunft gestalten wollen, müssen wir sie positiv denken. In Möglichkeiten, statt pessimistischen Wahrscheinlichkeiten. Und dann stellen wir auf einmal fest, dass der Einzelhandel, das Handwerk und eine neue Ethik in unserer Gesellschaft das #NextBigThing sind.

Wir stellen fest, dass kleine und mittlere Städte und Regionen enorme Wachstumspotenziale haben und dass wir uns unabhängig machen können von heutigen industriellen Normen und Geschäfts- und Lebensmodelle neu definieren können.

Wie gesagt: das geht nur mit positiven Szenarien – da steckt die Kreativ für die neue Gestaltung unserer gesamten Gesellschaft drin.

30 Minuten Ideen für eine Zukunft auf die wir uns freuen dürfen – denn wir gestalten sie selbst!

Hier klicken fürs Video:

Oder hier in der ARD Mediathek:

https://www.ardmediathek.de/ard/video/swr1-leute/max-thinius-oder-futurologe-oder-entwirft-zukunftsszenarien-in-einer-immer-unuebersichtlicher-werdenden-welt/swr-de/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzEyOTEyODU/

Zukunftsszenarien gibt es für verschiedene Branchen, Regionen und natürlich für Menschen auch live oder in digitalen Vortragsformaten. Bei Interesse: fragen Sie einfach.

anfragen@maxthinius.de

Die digitale Gesellschaft: Folgen für Wirtschaft, Arbeit und Zusammenleben

Die Herausforderungen und Chancen einer digitalen_Gesellschaft – in einer optimistischen Sicht. Im Kern geht es darum: die Digitalisierung kommt dem „Menschlichen“ deutlich näher als die Industrialisierung – wenn wir sie richtig einsetzen. Und viele weitere spannende Inhalte.

Welche neuen Möglichkeiten setzt Digitalisierung in unserer Gesellschaft frei? Durch welche Technologie und welche Strukturen?

  • Warum können wir nicht weiter machen wie bisher? Warum bringt neu denken aber gleich so viel mehr an Möglichkeiten?
  • Eins können wir in Deutschland besonders gut: Ethik und Digitalisierung. Das kann ein Wettbewerbsvorteil werden.
  • Unser Wechsel von zentralen in polyzentrale Gesellschafts- und Wirtschaftsstrukturen.
  • Was kann künstliche Intelligenz, wenn wir sie in neuen Strukturen richtig anwenden?
  • Was sind meine Daten eigentlich wert? Und: wer sollte sie besitzen?
  • Um das alles umzusetzen müssen wir lernen andere Kompetenzen auszuprägen als die, die wir für die Industrialisierung genutzt haben.
  • Die Digitalisierung kommt uns menschlich näher als die Industrialisierung
  • Sind wir in Deutschland so abgeschlagen wie alle immer behaupten?
  • Wachstum – ja, wir können das neu definieren.

Das alles und noch viel mehr im großen Interview im Businesstalk am Ku-Damm, organisiert von der der CSA. Viel Spaß und gerne Eure Kommentare und Anregungen direkt unter dem Video oder hier im Chat.

#futurologe #Zukunft #neudenken #Zukunftsforscher 

Werden wir zukünftig noch Innenstädte und Einzelhandel haben?


Soeben ist die aktuelle Verbraucherstudie des bevh (Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V.) zum E-Commerce erschienen. Sie bietet keine wirklichen Überraschungen, außer das, nach langem langem Anlauf, nun endlich der Lebensmittelhandel ebenfalls spürbares Wachstum im E-Commerce erhält. Das ist auf die Pandemie zurück zu führen, wie auch ein Teil des gesamten Wachstums des E-Commerce mit rund 20%. 

Hier gehts direkt zum Radio-Beitrag in Deutschlandfunk Kultur.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/versand-vs-einzelhandel-die-shopping-zukunft-wird-hybrid-dlf-kultur-525bc92f-100.html

Was heißt das jetzt für die Innenstädte?

Für die nächsten Jahre wird uns dieses Phänomen des Online-Wachstums noch beschäftigen. Vor allem, da die Innenstädte durch die Pandemie sehr viel schneller runter fahren. Viele Innenstädte oder Einkaufszentren haben bis zu 70% Umsatz verloren seit Beginn von Covid. Der kommt nicht wieder. Gleichwohl werden zwei Dinge sich zukünftig ändern. Und das ist durchaus positiv – auch für die Innenstädte.

Die Verteilung wird weniger zentral auf einzelne große Player verteilt sein, sondern in eine größere Breite gehen. Dabei kommen zunehmend lokale Anbieter zum Zuge, die aufgrund immer kostengünstigeren Open-Source und System-Software immer schneller und zuverlässiger ihre Shops aufsetzen können.

Auf eine Sicht von 4-10 Jahren noch interessanter finde ich allerdings die kommende Entwicklung in Städten. Dort wird es eine neue Form des Einzelhandels geben. 

Innenstädte wie wir sie heute kennen sind allerdings für immer Geschichte. Hier wird man neue Strukturen entwickeln müssen die den zentralen Bereich einer Stadt wieder attraktiv machen. Das geht nicht ohne Wohnbereiche, Kultur und kleine Geschäfte. Einige Städte wie Mannheim und Kassel haben da durchaus innovative Konzepte. Aber auch Städte wie Köln, Bonn, Berlin, Ravensburg und Kiel setzen hier an. Grundidee sind zwei. Zum einen geht man von den Innenstädten wieder in die einzelnen Stadtviertel. Dort wo früher die kleine Einkaufsstraße war, entsteht sie zunehmend wieder. Mit vielen kleinen Geschäften und günstigen Mieten. Neben dem Einzelhandel kommt hier das Handwerk, mit digitaler Unterstützung, neu zurück. So gibt es inzwischen ein Netzwerk aus über 35.000 Tischlern, die alle über eine digitale Produktionsmaschine verfügen (da sie nur noch ein Zehntel kostet, verglichen mit Preisen von vor sechs Jahren) und beginnen für große Möbelketten die heute oft in Asien lokalisierte Produktion lokal in kleinere Städte zu holen. Dabei können die bisherigen Standardregale sogar leicht individualisiert werden, zum Beispiel in der Breite angepasst. Denselben Trend gibt es auch im Textilbereich, bei Schmuck und sogar im Automobilbau. Im Prinzip kann in einer etwas größeren Garage heute mit ein paar Robotern ein Auto gebaut werden. 

Dieser positive Trend trifft nicht nur Metropolen, sondern zunehmend auch Mittelstädte. Hier ist sogar ein deutlich stärkeres Wachstum zu vermuten in den nächsten Jahren. Für viele dieser Städte heißt das, mit zunehmender Attraktivität und Möglichkeiten sein Leben dort hinsichtlich Arbeit und Lebensqualität neu zu gestalten: mehr Zuzug aus den Metropolen. Hier wird sich der Zuzug ab 2025 spätestens entspannen.

Der Handel wird in dieser neuen Situation ebenfalls lokalere Wertschöpfungsketten ausbilden. Das Ziel ist, dass innerhalb von 15 Minuten von der Haustür, der gesamte Versorgungsbedarf erfüllt werden kann. In eben diesen kleinen Stadtteil-Einkaufsvierteln, vielleicht sogar mit einer wiederbelebten Stadtteil-Hauptstraße. Sollte es Produkte hier nicht geben, entstehen langsam aber sicher lokale Möglichkeiten diese Produkte online im Nachbar-Stadtviertel zu bestellen und liefern zu lassen. Oder, wenn es dort nicht verfügbar ist, in der Nachbarstadt. Die Zeit der großen internationalen Plattformen wird hier eine lokale Konkurrenz bekommen, die eine Mischung aus Erlebnis, Komfort und Lebensqualität bietet. Die in der Summe vor allem das Lebensumfeld aufwertet und die großen Player, wenn sie sich nicht integrieren, doch seht stark herausfordern wird. Zudem kommen ja noch weitere neue Technologien wie Blockchain, Smart-Contracts und nicht zuletzt ab spätestens 2026 ein digitaler Euro. Mit ihm werden neue Möglichkeiten geschaffen lokale Strukturen zu unterstützen und Warenflüssen sowie die Orte an denen Wertschöpfung entsteht, sichtbar zu machen. Im Endeffekt heißt das, dass es die intermediären Plattformen zunehmend weniger braucht, da die persönlichen Algorithmen von Menschen und Produkten sich auch ganz prima ohne diese finden werden.

So wird es also keine Innenstädte mehr geben wie bisher, aber in neuer spannender Form. Dazu mehr dezentrale Einkaufs- und Lebensmöglichkeiten in den Stadtteilen. Die Stadt wird zukünftig nicht mehr das Funktionieren industrieller Prozesse, sondern die Lebensqualität der Menschen im Fokus haben. Ein Trend der weltweit, vor allem in Europa zu beobachten ist. 

Idealer Weise werden sich Gesetze, die derzeit sehr zugunsten zentraler industrieller Systeme gefasst sind, zukünftig mehr und mehr auf die neuen dezentralen Strukturen und digitale (Klein-)Unternehmen ausrichten. Damit entsteht weltweit in Städten eine neue Lebens- und Wirtschaftsqualität und der E-Commerce wird nicht länger als Vernichter der Innenstädte gesehen, sondern sich lebendig integrieren. 

Die Zukunft denkt anders!

Die Zukunft denkt anders! Donnerstag, 18. November live auf dem Campus Symposium , der internationalen Wirtschaftskonferenz in #Iserlohn. Es geht um Themen der Nachhaltigkeit, Wirtschaft, neuer Arbeit und natürlich einer neuen #Lebens_und_Wirtschaftsqualität mit den vielfältigen neuen Möglichkeiten der #Zukunft. 

Mit auf dem Podium #Joschka_Fischer, #Sigmar_Gabriel, #Sarah_Wiener und weitere spannende Gäste mit Meinungen!

Mehr Informationen und die Möglichkeit dabei zu sein findet Ihr unter: https://campus-symposium.com 

#futurologe #zukunft #digital #wirtschaft #arbeit #leben #neudenken

Die Zukunft der Erde ist rund – keine Scheibe.

Man kann dem Digitalen ja viel anhängen, aber es bietet vor allem unendlich viele neue Möglichkeiten zur Gestaltung einer neuen Wirtschafts- und Lebensqualität – wenn wir uns mit den positiven Möglichkeiten bitte mal auseinander setzen.

Wir sehen das zum Beispiel aktuell an der Pandemie. Wir könnten Daten nutzen um gezielt Hotspots zu lokalisieren und Ausbreitungsursachen zu erkennen. Wir könnten die Corona-App aufbohren, wir könnten Smudos Luca-App hinzu ziehen, Datenpools bilden … statt dessen schicken wir eine halbe Ökonomie in den Lockdown wie zur Zeiten der spanischen Grippe und die Regierung scheitert komplett.

Wir sehen das auch an Europa: Neun Staaten sind inzwischen zu über 100% verschuldet. Das ist im bestehenden System nicht mehr ausgleichbar. Wir könnten mit einer digitalen Währung vollkommen neue finanzpolitische Steuerinstrumente bauen. Lokale Regionen fördern, einen Kaufkraftausgleich schaffen, neue Modelle für regionale Wertschöpfung etablieren.

Wir sehen das an uns selbst: die Daten die wir jeden Tag generieren, könnten uns gehören, statt dass wir sie Konzernen schenken. Unser wirklich persönlicher Algorithmus mit dem wir Shoppen gehen und der uns keinen Mist empfiehlt, wie derzeit internationale Shoppingplattformen. Aber wir denken industriell. Das muss doch irgendwo gebündelt werden.

Wir lassen im Moment zu, dass Unternehmen in industriellen Strukturen, dank Nutzung von digitaler Technologie, alles über uns wissen, wir aber nicht aus den Puschen kommen. Wir brauchen zu den digitalen Möglichkeiten auch digitale gesellschaftliche, wirtschaftliche, politische und kulturelle Strukturen. Wir müssen unser System auf Basis der neuen Möglichkeiten kolossal neu denken. 

Wir haben die Technologie und die Möglichkeiten für eine neue Weltsicht. Eine runde. Aber wir setzen all diese Möglichkeiten ein, als wäre die Erde eine Scheibe. Und viel schlimmer noch: wir sind auch genauso verharzt im Kopf, dass wir dieses “Scheiben” Denken nicht ablegen.

Lasst uns bitte neu denken und auf Basis der bestehenden Möglichkeiten neue Perspektiven schaffen. Dinge wie die Pandemie, Europa, die aufkommenden neuen Wirtschaften in Afrika, Indien, Asien, unsere alten Freunde in den USA und gerne auch Russland … mit den bestehenden Steuerelementen kriegen wir das nicht in den Griff. Wir müssen beginnen neu zu denken. 

Und einen noch: Zukunft können wir nur in einem einzigen Moment in unserem Leben verändern. Jetzt! Denn wenn wir jetzt anderes denken und anders handeln, verändert sich unsere Zukunft sofort. 

Danke.

Wer mehr dazu wissen will – oder sogar einen ganzen Vortrag:

Per Mail: anfragen@maxthinius.de

Per Voice-Box +49 30 6130 90 41

#futurologe #zukunft #neudenken #zukunftsforscher #wissen #gesellschaft #zukunftskompetenzfürdeutschland #kompetenz #deutschland #europa

Missverständnis Homeoffice: es verändert unsere Zukunft mehr als wir denken!

Homeoffice ist weit mehr als ein funktionierendes Laptop und ein ergonomischer Arbeitsplatz – es ist die Veränderung unserer gesamten Gesellschaft! 

  • Unser Verhältnis zu unserem Lebenspartner unseren Kindern ändert sich
  • Städte entwickeln zunehmend polyzentrale Strukturen mit einzelnen kompletten Stadtteilen, weg von der heutigen Dreiteilung Arbeiten, Einkaufen, Wohnen – die klassische Innenstadt wird reorganisiert.
  • Werte bilden sich neu heraus, da wir einen anderen Bezug zu unserer direkten Wohnumgebung und unseren Nachbarn bekommen werden.
  • Digitales macht auch vollkommen neue Jobs möglich, bringt das Handwerk als Version 4.0 zurück in die Hinterhöfe.

Unser Verhältnis zu unserer Umwelt ändert sich durch #Homeoffice komplett. Schon zu unserem Partner, zu unseren Kindern, zu dem was wir täglich aus dem Fenster sehen, was uns umgibt, unsere Nachbarn. Im Prinzip ist das die #Umkehr von der agrarwirtschaftlichen oder manufakturiellen Heimarbeit zur industriellen Arbeit. Was hat sich seit damals alles verändert.

Städte! Heute sind die meisten Städte noch aufgeteilt in einen Arbeiten, Einkaufen, Wohnen. Klar abgegrenzte Bereiche mit einem Zentrum in der Innenstadt, mit einer Fußgängerzone. Entstanden sind heute oft langweilige Monokulturen, ausgestorbenen Viertel nach Ladenschluss. Hier steht eine Rekultivierung an. Die Handwerksbetriebe müssen zurück geholt werden. Durch digitale Produktionsmöglichkeiten werden sie zunehmend wieder industrielle Prozesse übernehmen. Beispielsweise Schreiner: er kann mit Hilfe digitaler Fräsen inzwischen wieder konkurrenzfähig arbeiten – und dabei genauso präzise sein, wie industrielle Produkte. 

Paris setzt auf das Konzept der 15-Minuten Stadt. Innerhalb eines 15 Minuten Radius von der eigenen Wohnung aus, soll man alle wesentlichen Dinge die man zum Leben braucht erledigen können – inklusive Einkaufen, Entspannen im Grün, Essen gehen, Freizeit genießen, sich bilden, Kinder spielen lassen und natürlich arbeiten. Das heißt, die Städte werden umgestaltet. 

In London wissen wir, dass zwischen 2025 bis 2030 eine Entwicklung stattfindet, an deren Ende Unternehmen nur noch rund ein Drittel der heutigen Bürofläche benötigen. Das schafft Raum für weitere Unternehmen, auch Start-Ups in der City, aber auch für Co-Working, Co-Living und Co-Education.

In deutschen Städten wie Essen vereinsamt die Innenstadt bereits und Stadtteilzentren entstehen. Dabei werden alte Stadtstrukturen wiederbelebt, mit neuen Konzepten ergänzt. Und auch in Iserlohn: hier fällt Karstadt in der Stadtmitte weg. Neue Konzepte denken über Start-Ups, gemischte Wohn- und Arbeitsformen und Ansiedelung von digitalen Unternehmen statt, die per Investoren vielleicht sogar einen Teil der Miete in Anteilen zahlen. 

Das Homeoffice ist der gelebte Ansatzpunkt für eine neue Lokalität in der Gesellschaft – aber bei globalem Anschluss. Wir haben also wieder mehr direkte Identifikation mit unserem lokalen Umfeld, sind gleichzeitig aber in der Lage weltweit zu interagieren. Das gab es bisher noch nicht. 

Überhaupt dreht sich die Globalisierung durch das Digitale komplett um. Statt an einem Ort zu denken und dann weltweit zu produzieren, nutzen wir einen weltweiten Austausch, produzieren aber möglichst viel lokal. 

Das Homeoffice ist der zentrale Ankerpunkt unserer zukünftigen Wirtschaft. Auch neuer Arbeitsmodelle. Nicht mehr den einen Job bei dem einen Unternehmen. Zukünftig sind wir bei zwei, drei Unternehmen gleichzeitig angestellt (mitunter über eine Dachkonstruktion) und für bestimmte Projekte verantwortlich. Wir werden für neue Projekte zwischenzeitlich sogar wieder an Bildungseinrichtungen gehen. Fachhochschulen arbeiten bereits an einem „lebenslangen Abschluss“ der immer erweitert und aktualisiert wird – aus dem Homeoffice, in Kombination mit Co-Education-Spaces.

Wir reden heute über das Homeoffice, als wäre es eine nette Alternative zum Büroarbeitsplatz. Dabei wird es die Struktur unserer gesamten Gesellschaft verändern. Und unsere gesellschaftlichen Werte. 

Was alles daran hängt und wie tiefgreifend die Veränderungen sein werden, welche unserer Kompetenzen neu in den Vordergrund rücken und welche Resilienz man braucht, bespreche ich im Interview mit dem Resilienz-Experten Sebastian Mauritz auf dem Homeoffice-Kongress

https://homeoffice-kongress.com

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Hier gehts zum Video:

HAPPY NEW TIMES!

HAPPY NEW TIMES!

Wir neigen ja dazu im Normalen zu denken. Also in dem was wir kennen. Deshalb wollen wir ja auch alle zum Normalzustand zurück. Aber ist das wirklich so erstrebenswert? Haben wir nicht alle längst erkannt, dass es so wie “vorher” nicht wirklich weitergehen kann? Das das eigentlich nicht normal war – zumindest nicht für uns Menschen?

Wir können unsere Zukunft gestalten! Und ganz ehrlich: außer uns tut das auch niemand. Wir müssen also schon selber ran. Und da haben wir jetzt eine durcheinander gewirbelte Gesellschaft, ein aufgewühltes Europa und noch eine Weltordnung die auch sagt: Hey, normal ist das nicht. Es wird Zeit neu zu denken.

Und mit neu denken, meine ich NEU denken. Es macht, Beispiel “Europa” (wir können hier nahezu jedes Wort einsetzen, auch Bildungssystem, Steuern, Rente, Arbeitsplatz, Geschäftsmodelle, Ernährung) absolut keinen Sinn, am Bestehenden herum zu doktern. Das hat über die vergangenen Jahrzehnte so viel Ballast und Verstrickungen angesammelt, das kriegt keiner mehr auseinander. Wir müssen für “Europa” beispielsweise ein neues System erdenken. Das was wir haben, war gut in den vergangenen Jahren – wichtig! Jetzt sind aber, durch Digitalisierung, durch ein stark verändertes ethisch gesellschaftliches Verständnis, so viele neue Möglichkeiten hinzu gekommen, dass wir von Grund auf neu konstruieren müssen.

Und das bezieht sich nicht nur auf Technologie, sondern die ganze Struktur drum herum. Wenn wir nicht von Grund auf neu denken, nutzen wir vielleicht 10, vielleicht 20% der Möglichkeiten. Das können wir uns aber gar nicht leisten. Denn abgesehen von der Pandemie warten da noch ein paar Umwelt-Themen auf uns, gesellschaftliche Umbrüche in Europa (von weltweit fangen wir mal gar nicht erst an) und nicht zuletzt ein anderes Weltbild – man muss sich nur mal einen Film der 80er anschauen, dann kriegt man eine Ahnung. Wir haben uns komplett verändert. 

Dem sollten wir Rechnung tragen. Mit neuem Denken und vollkommen neuen Strukturen. Am besten erstellen wir, um bei Europa zu bleiben, ein komplett neues System, von den politischen, finanziellen bis hin zu den gesellschaftlichen Strukturen und führen dieses dann binnen 5-15 Jahren (je nach Bereich) in der Gesellschaft ein und lösen das alte ab. Dabei sollten wir uns trauen einfach zu denken und ruhig mal die sogenannte künstliche Intelligenz zu Rate ziehen. Die könnte nämlich Gesetze miteinander abgleichen und zum Beispiel für eine weltweit gerechte Besteuerung sorgen. 

Ich gebe zu, das Feld ist groß! Aber wir haben die Möglichkeiten. Wir müssen sie aber auch nutzen. Das “Normal” hilf uns da nicht. Wir dürfen frei denken. Wie wir wollen. Die Zukunft macht das was wir wollen – nicht umgekehrt.

Die Zukunft der Banken – könnte großartig sein.

65 neue Geschäftsfelder für Banken sind ab sofort möglich – damit können sie sogar wieder Gesellschaft gestalten, wie einst üblich. 

Brauchen wir heute noch eine Bank? Für die meisten Finanzdienstleistungen eigentlich nicht mehr. Und zukünftig wird das auch nicht besser, denn immer weniger wird die Kernaufgabe „den Geldfluss zu überwachen“ noch zwangsweise von Banken erledigt. Und dann ist noch die Konkurrenz untereinander, die sich mit kostenlosen Angeboten schnell gegenseitig den Garaus machen. Und die neuen Online-Banken sind auch nicht die neue Weisheit – viel zu eng sehen sie die eigene Geschäftstätigkeit, denken eigentlich nur Industrialisierung etwas neuer, digital, sofern überhaupt, nur darin, dass sie hübschere Apps haben.

Was heißt eigentlich „wirklich digital denken“?

Banken könnten aber eine großartige Zukunft haben. Dann nämlich, wenn sie wirklich digital denken. Also nicht in digitalen Technologien und Finanztransaktionen, sondern in digitaler Gesellschaft, die die industrielle zunehmend ablöst.

Wichtig ist dazu zunächst einmal ein möglichst dichtes Filialnetz! Ja, da staunen Sie! Aber es ist tatsächlich so. Alles was digital erledigt werden kann, braucht zunehmend überhaupt keine Filialen mehr. Das ist richtig. Aber es werden neue Dienstleistungen kommen, die wir heute zumeist noch nicht sehen. Ein paar Szenarien will ich dazu beschreiben. 

Unsere Gesellschaft verändert sich grundsätzlich. Wir dürfen also nicht mit dem Status Quo planen, sondern müssen einen Blick auf die (kurzfristige) Zukunft werfen.

Zunächst: es werden immer mehr Menschen aus den Metropolen in kleine und mittlere Städte ziehen. Digitalisierung macht es möglich. Haben wir durch Corona gelernt, Home-Office geht. Es werden aber auch die Produktionsstrukturen zurück in die Regionen kommen. Kleinere und intelligente Maschinen bringen uns immer weiter weg von der industriellen Massenfertigung, hin zu wieder einer persönlichen Beratung und Produktion vor Ort. T-Shirts lassen sich heute auf digitalen Maschinen vor Ort weben und auf Maß schneidern. Es braucht aber eine Typ-Beratung dazu. Auch der digitale Müller wird wiederkommen: Craft-Mehl aus regionaler Produktion  sozusagen. Überhaupt werden viele Handwerksberufe zurück kommen und in digitaler Form eine Renaissance erleben. 

Der Übergang von der Industrialisierung in die Digitalisierung wird über 80% unseres Alltags verändern – also auch über 80% unserer Geschäftsmodelle. Logisch, oder?

Das deshalb, da Digitalisierung die zentrale große Struktur oder den Intermediär, der Industrialisierung nicht mehr braucht. Wir sind wieder autarker unterwegs, wie einst in der Agrarwirtschaft. Zum Vergleich ein Beispiel: wenn ich in der Agrarwirtschaft eine Hütte hatte und es wurde Winter, dann brauchte ich Holz um die Hütte zu heizen. Hatte ich im Sommer nicht selbständig und autark vorgesorgt, blieb die Hütte kalt. In der Industrialisierung hat sich dieser Prozess gewaltig verändert. Statt vieler dezentraler Kamine, gibt es es jetzt wenige große. Ich muss nur noch einen Knopf drücken und meine Wohnung (aka Hütte) wird geheizt. Dafür gebe ich aber jemandem Geld. In der Digitalisierung habe ich dann vermutlich irgendwann ein Solardach. Dafür bin ich wieder selbstverantwortlich, wie in der Agrarwirtschaft. Ich muss niemandem mehr Geld geben, kann sogar welches damit verdienen. Und es hat noch einen Vorteil: sollte es mal ausfallen, bin ich nicht, wie in der Agrarwirtschaft, in der kalten Hütte, sondern kann Strom von meinen Nachbarn im digitalen Netz beziehen. 

Wir werden also zukünftig wieder autarker und selbstbestimmter leben. Und jetzt kommen die Banken. Dabei könnten sie uns und der gesamten Gesellschaft helfen.

65 neue Geschäftsmodelle für Banken – hier mal die ersten Beispiele.

Schon in der Übergangsphase, aber vor allem danach brauchen wir in diesen Details Unterstützung. Banken könnten hier Strukturen beraten, private und geschäftliche. Sie könnten sich sogar dafür einsetzen, dass neue Formen der regionalen wirtschaftlichen Netzwerke entstehen, wie einst die Hanse. Nennen wir sie jetzt „digitale Hanse“. Darin werde nicht nur Wirtschaftsräume, sondern auch Räume für den Datenaustausch geschaffen. Dabei geht es darum möglichst lokale Netzwerke zu bauen, diese aber nationale und internationale zu vernetzen. Und dafür wären dann auch die Filialen vor Ort unabdingbar. 

Banken als wichtige gesellschaftliche Gestalter und Vermittler.

Denn ähnlich wie der Bürgermeister, als Verbindung zwischen Region und nationalstaatlicher Regierung, zukünftig eins der wichtigsten politischen Ämter bekleiden wird, könnten Banken diese Funktion in wirtschaftlicher Hinsicht übernehmen. Gleichzeitig schafften sie interessante Wirtschafts- und Lebensräume. Wie übrigens auch die einstige Hanse, deren Ziel es war möglichst Geschäfte untereinander zu forcieren. Dann bleibt das Geld nämlich im System und wird mehrfach umgesetzt, es entsteht eine lokal viel höhere Wertschöpfung, als wenn, wie in der Industrialisierung, das Geld einmal ausgegeben wird, dann aber an ein ausländisches Unternehmen. Der Return dieser Transaktion ist viel schwieriger wieder zurück zu führen, als wenn wir mit digitalen Produktionsmethoden und digitalen wirtschaftlichen Möglichkeiten, Regionen entwickeln. Und Banken wären die Entwickler. Übrigens selbst wenn es keine „digitale Hanse“ geben sollte – die Neuordnung der regionalen produktiven Möglichkeiten wären Beratungsleistungen genug. Aber eine digitale Hanse könnte von den Banken forciert werden – zumindest eher, als zu versuchen Paypal und ähnlichen Systemen leidenschaftslos Konkurrenz zu machen.

Der persönliche Datenmanager als Jobprofil.

Ein weiteres Beispiel für neue Möglichkeiten der Banken. Derzeit verschenken wir unsere eigenen Daten an sechs große Unternehmen. Das ist irre! Warum können wir  unsere Daten nicht selber sammeln und dann an Unternehmen verkaufen, die diese spezifisch haben möchten. Auf diese Weise würden wir übrigens auch die Diskussion um das bedingungslose Grundeinkommen in eine neue Richtung bewegen. Dann könnten nämlich auch Menschen, die zum Beispiel zu Hause ein Kind erziehen, ihre Daten an Unternehmen verkaufen, die spezifisch Daten solcher Menschen suchen. Anonymisiert oder nicht – das wäre jedem selbst überlassen. Aber eben bewußt und autark, wie einst in der Agrarwirtschaft. Nur jetzt mit digitalem Netz im Hintergrund. Diesen neuen Job, den „persönlichen Datenmanager“, könnten Banken übernehmen. Er würde zudem in das vorab beschriebene Portfolio mit der digitalen Hanse perfekt passen.

65 und mehr neue Geschäfts- und Gestaltungsfelder für Banken.

Solche Jobs und Aufgaben, gibt es unzählige für Banken der Zukunft. Ich allein habe 65 davon definiert. Sie basieren darauf, dass wir Digitalisierung tatsächlich in digitalen Möglichkeiten leben und nicht in einer industriellen Denke. Dann aber haben Banken, vor allem mit einem starken Filialnetz, eine großartige Zukunft.

Und wenn Sie wissen möchten, wie genau Banken, Finanzsystme, die Gesellschaft oder Ihre Branche in Zukunft funktionieren, sprechen Sie mich gerne an.

anfragen@maxthinius.de