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Mobil in die Zukunft der Immobilien

Das Real Estate Innovation Summit 2018 von Feldhoff & Cie in Frankfurt zeigt wie mobil die Besten der Immobilienbranche bereits denken. Eigentlich ist das ja auch klar: Ein Immobilie ist eine Investition in die Zukunft – und das auf 20, 50, 80, 100 und mehr Jahre hinaus. Und nicht nur in die Immobilie, sondern auch in die Struktur unserer Gesellschaft, wie wir leben, arbeiten, uns gesund erhalten. Immobilien bilden quasi das Gerüst der Gesellschaft, in die hinein wir unsere Lebensqualität definieren.

Auf diesem Summit in Frankfurt habe ich folgende Frage gestellt: Was sind die 1-3 brennenden Themen der Zukunft?

Gut 50% der vorgeschlagenen Themen gehen in Richtung Nachhaltigkeit, sozialer Frieden und allgemeine Lebensqualität. Rund 25% stellen konkrete Themen wie Arbeit, Alltag und Bildung in den Fokus. Weitere 25% stellen konkrete Themen zur Entwicklung der Immobilienbranche auf. Was natürlich logisch ist. Aber auch hier zeigt sich ein sehr mobiles, aufgeschlossenes Denken, das an den Grundideen eine Zukunft im digitalen Zeitalter ausgerichtet ist.

Die aufgeworfenen Themen sind in dem hier zu sehenden Video mit ein paar Erklärungen und Zusammenhängen versehen. Sie sind sicherlich kein vollständiges Bild der Zukunft, doch auch so zeigt sich schon in welche komplexe Umgebung wir uns, gerade im Bereich Immobilien, hineinbewegen, aber auch wieviel Gestaltungsmöglichkeiten wir haben. Auf die neue Mobilität im Immobilienmarkt der Zukunft.

 

 

Unsere Lebensräume verändern sich durch Digitalisierung.

Vom Land in die Stadt oder aus der Stadt ins Dorf – wie unsere Gesellschaft durch Digitalisierung ihre Struktur verändert.

Sie wird Digitalisierung genannt oder digitale Revolution. Von vielen auch Industrie 4.0, ein Begriff, den übrigens die Bundesregierung geprägt hat. Und so findet man inzwischen viele Begriffe in diese Richtung: Wirtschaft 4.0, Bildung 4.0 oder eben auch Dorf 4.0. Bietet denn die Digitalisierung die Möglichkeit für eine Renaissance der Dörfer?

Seit Jahrzehnten lernen wir, dass es die Menschen vom Dorf in die Stadt zieht – alle Studien und Prognosen gingen noch bis vor wenigen Jahren davon aus: im urbanen Raum ist das Leben und die Arbeit – auch in der Zukunft. Dorf bedeutet Enge und schwindende Möglichkeiten, je länger man dort bleibt. So sind viele Dörfer heute verlassen, nur „die Alten“ sind noch dort. Die Städte platzen im Gegenzug aus allen Nähten.

Kehrt sich mit der Digitalisierung der Trend „vom Dorf in die Stadt“ um?

Zunächst einmal ist es wichtig zu verstehen, warum die Industrialisierung alle Menschen vom Dorf in die Stadt getrieben hat. Die Industrialisierung braucht eine auf „große zentrale Systeme“ ausgelegte Struktur. Das heißt zentrale Industriekomplexe, die durch eine Konzentration von viel Arbeitskraft auf einen Punkt, erst effizient werden: Fabriken. Die Menschen sind also vom Dorf in die Stadt gezogen, da es dort die besser bezahlte Arbeit für sie gab. An diesem Grundsatz hat sich lange nichts geändert. Auch heute noch ziehen wir in zentrale Büro- und Verwaltungsgebäude, da erst hier die Abstimmung zwischen den Menschen in ausreichend effizienter Form gelingt.

Die Digitalisierung bietet vollkommen neue Möglichkeiten für Strukturen

Doch das ändert sich jetzt mit der Digitalisierung. Durch sie ist der zentrale Ort nicht mehr notwendig. Die Digitalisierung denkt anders. Ein Beispiel: weit vor der Industrialisierung, im agrarwirtschaftlichen Zeitalter, wohnten wir noch weitgehend auf dem Land. Wir heizten unsere Häuser mit „Brennmaterial“ aus der Umgebung. Und war der Kamin aus, dann war die Hütte kalt.

In der Industrialisierung hat uns ein zentrales Heizkraftwerk diese Arbeit abgenommen, da es viel effizienter in einem großem „Heizkessel“ Energie erzeugen konnte, als wir zu Hause. Und viel zuverlässiger. Atomkraftwerke waren in dieser Zeit wohl so etwas wie die Effizienz-Optimierer. Diese Riesen-Heizanlagen, egal wie sie angefeuert wurden, durften aber nicht ausgehen, sonst sind gleichzeitig ganze Regionen ohne Energie (180.000 Haushalte im Münsterland ohne Strom zum Beispiel).

Jetzt in der Digitalisierung kehrt sich diese Struktur wieder um. Wir werden zum Beispiel in Kürze Solarpanel (die wie ganz normale Dachziegel aussehen) auf unseren Häusern haben und uns selber mit Energie versorgen. Wir kommen also wieder zu einer Struktur wie „vor“ der Industrialisierung zurück. Nur sind dieses Mal alle miteinander vernetzt. Fällt ein Solardach aus, bleibt das Heim nicht kalt, sondern erhält Strom aus dem weltweiten Netzwerk.

In die Städte zu ziehen ist in Zeiten der Digitalisierung nicht mehr notwendig.

Solche dezentralen Systeme sind viel sicherer als zentrale Anlagen. Und inzwischen auch dabei in Sachen Effizienz die zentralen industriellen Systeme abzulösen. Diese Grundlage ist wichtig zu verstehen, wenn man über Digitalisierung und Gesellschaft spricht. Denn zentrale Strukturen sind in der neuen digitalen Zeit nicht mehr notwendig. Allein aus diesem Grund, kann eine Dezentralisierung von Gesellschaft zukünftig wieder stattfinden.

Es kommt noch etwas Weiteres hinzu. Mit dem Kamin, den wir mit Brennmaterial selbst beheizt haben, ist es wie mit den Solardächern: niemand schickt eine Rechnung! Das Solardach gehört uns, es ist Teil des Hauses. Wir zahlen für dessen Installation und geben überschüssige Energie in ein weltweites Netzwerk. Damit ändert sich eine solche Struktur grundlegend. Energieversorger versuchen derzeit diesen Trend aufzuhalten, aber langfristig werden sie mit der derzeitigen Dienstleistung und Struktur ihrer Unternehmen in der Digitalisierung einfach keine Rolle mehr spielen. Wir sind also wieder selbstbestimmter! Ein weiterer großer Trend (und auch Vorteil) der Digitalisierung.

Mehr Selbstbestimmtheit durch digitale Strukturen

Aus dieser neuen Möglichkeit zur Selbstbestimmtheit, wird sich in der Gesellschaft mittelfristig ein neues Denken entwickeln. Die derzeit prägenden Generationen sind noch zu sehr an die industriellen Strukturen angepasst. Hier wurden wir gebildet und ausgebildet um ein funktionierendes Teil im großen Ganzen zu sein. Das wird in der Digitalisierung grundlegend anders. Hier werden wir viel mehr Verantwortung, Kreativität und Selbstbestimmtheit übernehmen und uns effizient, wenn es einen strukturellen Vorteil bietet, mit anderen vernetzen.

Das war ein längerer Exkurs. Aber er zeigt, warum der Trend wieder ins Dorf zu ziehen in Zukunft stattfinden wird. Einfach, weil die wirtschaftlichen Strukturen, und damit die Grundlage für unser gesellschaftliches Miteinander sich so grundlegend ändert, dass es schlicht und ergreifend a) nicht mehr notwendig ist, in Städte zu ziehen und b) wieder möglich ist auf dem Land zu leben. Und das schon in wenigen Jahren ohne größere Einbußen.

Schon heute ist in vielen kreativen Berufen keine Ortsgebundenheit mehr notwendig. Menschen können von „unterwegs“ arbeiten, im Büro, beim Kunden, trotzdem sind sie stets Teil des Teams. Sogar Musiker können in verschiedenen Teilen der Erde sitzen und dabei gemeinsam einen Song für ein neues Album einspielen.

„Digital Nomads“ nennt man heute noch Menschen, die kaum mehr einen festen Wohnsitz haben: ihr Laptop (oder digitales Device) ist fast alles was sie brauchen um sich im Leben zu bewegen. Selbst Kleidung lagern sie zentral und lassen sich damit über logistische Strukturen versorgen. Auch in Bezug auf einen festen Wohnsitz wird es übrigens noch gravierende Änderungen für unsere Gesellschaft geben: vielleicht werden wir nicht einmal mehr einen so festen Wohnsitz haben, wie heute noch. Also nicht entweder Stadt oder Dorf, sondern je nach dem, was das höchstmögliche Maß an Lebensqualität oder Effizienz, je nachdem was man „selbstbestimmt“ gerade mit mehr Aufmerksamkeit versieht, bringt.

Stadt oder Dorf – es wird zukünftig keine Rolle mehr spielen. Wir dürfen selbst entscheiden. Und uns vermutlich sogar öfter umentscheiden.

Der Handel passt sich neuen Strukturen der Digitalisierung an.

Auch der Handel wird sich diesen neuen Strukturen anpassen. Aktuell haben wir in ländlichen Regionen ein „Ladensterben“. Ganze Innenstädte sind ausgestorben. Zumindest entzieht es immer mehr kleinen Läden die Existenzgrundlage. Selbst Supermärkte gibt es immer weniger in dörflichen Umgebungen. Wenn, dann meist nur noch auf der „grünen Wiese“.

Das ist allerdings keine Folge des „Internet-Handels“, wie allgemein vermutet wird, sondern der Industrialisierung. Sie hat durch ihre Struktur zunehmend dafür gesorgt, dass kleinere Einheiten immer weniger Sinn machen. In dem globalen Preiskampf, in dem sich industrielle Betriebe derzeit wiederfinden, sinken die Margen für den Händler. Was zunächst zu besseren Einkaufsbedingungen und besseren Margen im Aufbau der Industrialisierung geführt hat, wird jetzt zunehmend zu einer Belastung für dieses System. Die Industrialisierung ist überreizt, neue Technologien bieten inzwischen andere Möglichkeiten. Diese können erst in einer digitalen Gesellschaftsstruktur vollständig genutzt werden. In der Industriekultur werden sie zunehmend zu einem Ballast.

Industrialisierung kills the Innenstadt.

Aufgrund der in der zum Ende gehenden Industrialisierung und den damit verbundenen immer geringeren Margen, ist die Existenz von Geschäften in Dörfern zunehmend gefährdet. Reichte es bis vor einigen Jahren noch, dass 2.000 Kunden im Einzugsgebiet lebten, müssen es heute schon 5.000 sein, einige Supermärkte und Ketten gehen noch höher, auf bis zu 20.000 Menschen die mindestens in einem direkten Einzugsbereich leben müssen, bevor sie einen „Store“ eröffnen (mutmasslich hat man „Ladengeschäft“ durch Store ersetzt, da das effizienter ist – sic). Das sorgt für zunehmenden Frust unter Dorfbewohnern und für teilweise handelsleere Dorfzentren.

Aber selbst Innenstädte größerer Städte sterben zunehmend aus. Auch hier ist es eine Übertreibung der industriellen Struktur die dazu führt. Aufgrund immer stärkerer Konzentration in effiziente Systeme, überleben zunehmend nur die, die am effizientesten sind. Das hat im industriellen Zeitalter zu einer Hochphase der Kaufhäuser geführt. Aber selbst diese sind abgelöst worden von neuen Strukturen, die wiederum effizienter sind. Eins der effizientesten Geschäftsmodelle scheint übrigens der Vertrieb von Telekommunikations-Verträgen zu sein. Sie sind oft die letzten Mieter in Einkaufsstraßen.

Internet bringt altbekannte Mikrostrukturen in neuer Form.

Der diffundierenden Vielfalt in den Innenstädten trat dann tatsächlich das Internet entgegen. Hier bot sich auf einmal mehr Vielfalt als in den Innenstädten, die heute, vor allem wenn sie eine Mall bieten, nach dem Motto „Kennst Du eine, kennst Du alle“ funktionieren. Dieser zunehmenden Egalisierung, bot das Internet eine „altbekannte“ Vielfalt, vieler scheinbar kleinerer Anbieter, nur in neuer Aufmachung. Jeder noch so kleine Laden, kann derzeit einen rentablen Online-Shop betreiben. Wobei auch hier bereits effiziente Strukturen durch einige große Marktplätze einziehen, aber die Kleinen gewinnen in der Menge, mit steigender Tendenz.

Ein Beispiel: In den USA haben (lt. CNN) die fünf größten Nahrungsmittelkonzerne 30% ihres Börsenwertes verloren, da viele kleine Anbieter, teilweise mit gut vermarkteten Craft-Modellen (also handwerklich hergestellten Produkten, aber das darf man nicht so nennen, sonst funktioniert der Zauber nicht) den Markt zunehmend für sich gewinnen.

Millennials als Zielgruppe denken, handeln und kaufen anders.

Dabei muss man hier einen Blick auf die sich ändernde Zielgruppe werfen. Mit den Millennials hat zum ersten Mal eine Zielgruppe demographische die größte Kaufkraft, die nicht mehr primär von industriellen Idealen geprägt ist. Sie gelten als „Digital Natives“, entsprechend legen sie viel größeren Wert auf Kreativität und selbstbestimmtes Handeln, als die bisher Kaufkraft stärksten Zielgruppen. Und damit verschieben sich auf einmal auch „Handelsstrukturen“.

Gesucht wird jetzt zunehmend weniger „rein“ nach Preis und Verfügbarkeit, sondern vielmehr eine komplex definierte Mischung aus Preis, Verfügbarkeit, Kreativität, Verständnis (Produkte wollen von dieser Zielgruppe verstanden werden), Transparenz (wer, woher, wie) und gesamtgesellschaftlicher Ethik, sprich: ich kaufe es nur, wenn es nicht erkennbar der Gesamtgesellschaft schadet.

Je nach Sozialisierung, bewegt sich diese neue Zielgruppe mal mehr in die eine, mal in die andere Richtung der aufgezeigten Parameter. Oft ist das auch von individuellen Affinitäten zu bestimmten Produkten abhängig. Das macht diese Zielgruppen auch bis heute undefinierbar, da es sich um ständig wechselnde Typologien handelt.

Handel der Zukunft in Stadt und Land.

Die Digitalisierung wird also in Zukunft immer mehr Egalität zwischen Stadt und Land herstellen. Das passiert jetzt nicht über Nacht, aber wir können bereits heute erste Regionen ausmachen, in denen sich dieser Trend bereits zeigt. In bereits fünf bis sieben Jahren, werden viele Regionen, die heute noch abgeschieden sind, diesem Trend folgen – mit der Voraussetzung, das irgendwer hier in Deutschland endlich beschließt unsere digitale Strukturversorgung per Kabel und mobil aus dem „zweite-Welt“ Status heraus zu befördern.

Auf diese Egalität treffen neue Zielgruppen, die diese neuen selbstbestimmten und fraktalen Möglichkeiten für sich selbst gerne zurecht legen. Angebote werden demnach zukünftig nicht mehr nach Stadt und Land unterschieden, sondern sich gleichermaßen an alle Menschen richten.

Dabei ist weiterhin zu beachten, dass viele Handelsstrukturen sich automatisieren werden. So wird es viele alltägliche Verbrauchsgüter geben, wie Milch, Toilettenpapier, Zahnpasta, Getränke, die werden wir nicht mehr einkaufen. Diese werden zunehmend selbstständig nach Hause kommen. Das erfordert natürlich logistisch ausgereifte und weitreichende Systeme, die auch auf dem Land nicht nur täglich, sondern in Zeitfenstern mehrmals am Tag zustellen können. Die technologische Basis hierfür ist vorhanden. Allein, es fehlt hier an Nachfrage und gesellschaftlichem wie politischem Druck. Wenn aber in den Regionen, wo bereits heute der Trend zum Land geht, erst einmal Erfolge erkennbar sind, werden zunehmend weitere Regionen folgen. Durch die Gesamtzunahme des logistischen Verkehrs, werden zudem weitere Einsparungen erfolgen mit der Folge eines sich immer weiter verbessernden Angebotes.

Auch wird es zunehmend integrale Logistikkonzepte geben, in denen verschiedene Anbieter zusammen arbeiten. Also auch hier eine Auflösung einzelner Großstrukturen. Diese großen Strukturen werden uns zu Beginn noch helfen diesen Trend zu unterstützen, langfristig aber werden immer mehr, auch regionale kleinere Konzepte, ineinander greifen. Auch hier hilft die Digitalisierung der allgemeinen Vernetzung.

Allgemeine Grundversorgung in Stadt und Land

Analog zur Entwicklung des Handels, wird auch die allgemeine Grundversorgung wieder zurück aufs Land kommen. Auch hier sind einige Regionen wieder Trendsetter. Dort bietet ein gutes Beispiel die Behörden. In einige Regionen können sich die Mitarbeiter von Behörden die Wohnungsmieten im urbanen Bereich nicht mehr leisten. In der Folge ziehen erste Behörden wieder in die ländlichen Strukturräume, siedeln sich dort an und damit auch deren Mitarbeiter. Es sind Anfänge in diesem Zusammenhang zu erkennen, aber es werden mehr. Auch hier hilft die Digitalisierung, dass diese Prozesse möglich sind und die Behörde, trotzt mehrerer Standorte, noch genauso gut zusammen arbeiten kann wie bisher.

Auch die Gesundheitsversorgung kommt wieder in die Region. Aber eben nicht, wie wir sie bisher kannten. Sondern in einer Mischung aus digitaler und persönlicher Fürsorge. Digital und per Videotelefonie bei vielen Grundkrankheiten. Hier werden digitale Devices wie „Smartwatches“ aber auch noch weitere, noch zu etablierende, Technologien eine zusätzliche Unterstützung bieten. Stellen Sie sich einmal vor, dass diese Systeme heute schon so intelligent sind, dass sie beispielsweise eine Erkältung selbstständig erkennen, möglicher Weise sogar bevor sie ausbricht und autark oder, je nach Schwere die festgestellt wird, gemeinsam mit einem Arzt, eine Therapie vorschlagen und aktiv auf die Person zugehen, bevor diese merkt, dass sie krank ist. Das ist freilich nur ein Beispiel von unendlich vielen möglichen Szenarien in diesen Feld, es soll aber vor allem verdeutlichen, dass wir neu denken müssen. Und das betrifft die gesamte Versorungsstruktur.

Die Digitalisierung bringt uns viele Annehmlichkeiten „von früher“ wieder zurück – nur in einer vollkommen neuen Form. Denken Sie nach.

Paket XL – Zukunfts- und Projekt-Beirat

Das eigene Unternehmen, die Region, langfristig zukunftsfähig gestalten und erhalten. Und vor allem auch die eigenen Mitarbeiter dazu befähigen das „selbst“ zu tun und damit das Unternehmen zu bewegen.

Das Problem

  • Die meisten Innovationen sind linear. Das heißt: von der Schallplatte zur CD. Die Digitalisierung hat aber „Spotify“ möglich gemacht. Und Musik wird jetzt nicht mehr über CD-Läden, sondern Telekommunikationsunternehmen und App-Plattformen verkauft. Man muss also umdenken und sich anderen Branchen annähern, um neue Zukunftsvisionen für die eigene Unternehmung zu erkennen.
  • Viele Unternehmen holen sich Start-Ups ins Haus oder kooperieren mit diesen. Das ist ein Weg weiter zu kommen, führt aber oft zu einem Verlust an Authentizität gegenüber bestehenden Mitarbeitern – außerdem wird deren langjähriges Know-How nicht genutzt.

Die Lösung

  • Ein Zukunfts- / Projekt-Beirat der in unregelmäßigen Abständen in bestimmte Projekte oder die gesamte Entwicklung des Unternehmens hinein schaut und sie mit den kommenden zukünftigen Möglichkeiten abgleicht. Der im Austausch und unter Einbeziehung von Mitarbeitern deren Potentiale in die Zukunft lenkt.
  • Zu bestimmten Problemstellungen werden Spezialisten einzelner Branchen für einen Austausch in diesen Prozess integriert.

Das Ergebnis

  • Ein Unternehmen / eine Region, deren Mitarbeiter bzw. Mitwirkende sich in Bezug mit der Zukunft identifizieren und langfristig weiter denken.

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Paket L – Strategiebewertung

Es gibt im Unternehmen eine Strategie. Entweder eine festgeschriebene oder eine gelebte. Passt diese in der Digitalisierung noch mit der Entwicklung im Markt und im internationalen Vergleich zusammen?

Nehmen Sie nur die Gesundheitsbranche: hier entwickelt sich der Markt von „behandelnden“ zu „präventiven“ Lösungen – was aber den gesamten Markt und die darin funktionierenden Geschäftsmodelle umkrempelt.

Das Problem

  • Strategien, egal ob festgeschrieben oder gelebt, sind langfristig ausgerichtet. Und das ist eigentlich auch gut, denn sie beschreiben viele Grundfähigkeiten des Unternehmens und erleichtern viele tägliche Abläufe, da sie anhand einer klaren Ausrichtung angelegt werden.
  • In einer Phase wie der Digitalisierung kann es aber sein, dass man seine Strategie anpassen muss. Das tun viele Unternehmen auch, lassen aber aus Unkenntnis der zukünftigen „tatsächlichen“ Entwicklung (damit ist die Branchenübergreifende gesamtgesellschaftliche Entwicklung gemeint – und nicht etwa die apokalyptischen Versprechen vieler Beratungshäuser) die eigene Authentizität hinter sich und begeben sich in eine Abhängigkeit, entweder neuer Technologie oder Investitionen.

Die Lösung

  • Eine Strategiebewertung zeigt ihnen ob ihre Strategie (Unternehmen, Produktlinie, etc.) in Bezug auf die Zukunft die richtige ist. Sie gibt ihnen die Möglichkeit direkt an die Vvorhandene
  • Und wir passen sie gemeinsam mit dem Know-How ihrer Unternehmung der aktuellen Zukunftsentwicklung an.

Das Ergebnis

  • Sie erhalten eine aktuelle Strategie, die aus Ihrer Unternehmung heraus entwickelt wurde und dazu, da Sie und Ihre Mitarbeiter integriert sind, die Fähigkeit der zukünftigen geschärften Strategieanalyse.

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Paket M – Webinar

Verschiedene Teams arbeiten an verschiedenen neuen Lösungen. In einem festgelegten Zeitraum können diese immer wieder per Webinar-Technologie präsentiert und evaluiert werden. Warum? Weil der kreative Input sich auf diese Weise vervielfacht.

Eine halbe Stunde Präsentation und eine halbe Stunde Diskussion oder Weiterentwicklung reichen oft um die gesamte Breite der Möglichkeiten die Zukunft bietet mit den Mitarbeitern anzusprechen. Gegebenenfalls können im Nachhinein noch Ideen für die weitere Entwicklung formuliert und abgestimmt werden.

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Paket S – Impuls

Sie wollen an einer neuen Innovation arbeiten oder bestimmte Prozesse weiterentwickeln? Dazu kann manchmal ein Impuls reichen. Zum Beispiel in einem Vortrag der auf der einen Seite die gesamte Breite der Digitalisierung und zukünftigen Möglichkeiten unterhaltsam und anfassbar (für Jedermann) abdeckt, auf der anderen Seite aber auch in das branchen- oder regionalspezifische Thema einsteigt.

In der Regel erreichen Sie hierdurch eine Beschleunigung der kreativen Prozesse bzw. bringen auch Menschen dazu neu zu denken, die mitunter nicht gewohnt sind auf Knopfdruck kreativ zu sein.

Anfragen unter welcome@maxthinius.de

Interview: Die Zukunft für die Landwirtschaft

Landwirtschaft, Lebensmittelhandel und Digitalisierung – hat das eine Zukunft?

Als Futurologe werde ich oft gefragt: “Was wird sich für meine Branche durch die Digitalisierung in Zukunft ändern und hat meine Branche überhaupt eine Zukunft?” Die kurze Antwort lautet dann jedesmal “Alles wird sich ändern – und ja, sie hat eine Zukunft, sogar eine große.” Dass mich der Bereich Lebensmittel und vor allem Landwirtschaft dabei besonders interessiert, ist kein Zufall: geht es doch bei Lebensmitteln um etwas Existenzielles. Alles andere sind ehrlich gesagt Luxusartikel. Lebensmittel brauchen wir allerdings jeden Tag. Die Digitalisierung in diesem Bereich wird also ungleich stärkere Auswirkungen auf den Alltag von allen Menschen haben, als die Digitalisierung der Musik-Industrie oder des Mode-Handels. Liebe Landwirte, Sie stehen im Zentrum der Entwicklung unseres zukünftigen Alltags.

Lebensmittel-Onlinehandel – ist das was für mich?

Vielleicht haben Sie die Diskussion um den Lebensmittel-Onlinehandel mitbekommen. Alle reden irgendwie darüber. Die meisten reden ihn klein. Im Moment sieht das auch ganz so aus. Das liegt vor allem daran, dass die derzeit bekannten Online-Supermärkte mehr oder weniger Kopien des stationären Handels sind. Und das ist normal: wenn es eine neue Technologie gibt, versuchen wir zunächst die alte uns bekannte Struktur im Kopf darüber zu legen. Und die sieht vor, dass wir Kategorien wie in einem Supermarkt haben und die Produkte auch so aussuchen.

Aber mal ganz ehrlich: wer klappt denn für den Einkauf eines Blumenkohls den Laptop auf? Bei Mode oder Technik, ja – da lohnt die Recherche. Aber bei einem Blumenkohl? Das Einkaufen via solcher Shops ist heute noch viel zu kompliziert. Dennoch es funktioniert und das Wachstum ist mit 50-100% pro Jahr auch nicht zu verachten. Dennoch sind solche Plattformen noch kein im Vergleich mit den vier großen Händlern in Deutschland.

Es werden sich ganz neue Handelsformen durchsetzen.

Es wird in Zukunft aber ganz anders funktionieren. Wie, das zeigt sich in Asien schon länger. Aber auch in Deutschland sind wir inzwischen soweit. Nehmen wir zum Beispiel eine App wie “Kitchen-Stories”. Darüber kann man Rezepte aufrufen und bekommt in Schritt-für-Schritt Videos sehr intelligent angezeigt wie es geht. Natürlich kann man über diese Apps seine Woche planen und natürlich bekommt man alle notwendigen Zutaten auch automatisch nach Hause geliefert. Übrigens ganz zeitgenau und rechtzeitig zur Vorbereitung des jeweiligen Gerichts am richtigen Tag. Frische Zutaten kommen mitunter zwei, drei Mal die Woche.

BSH – Bosch-Siemens-Hausgeräte, hat nun eine Kooperation mit Kitchen-Stories. Das heißt, dass, wenn in einem Rezept, dass man über die App zubereitet, der Punkt kommt an dem der Herd vorgeheizt werden muss, dann wird das automatisch passieren. Und wenn der Schweinebraten oder Gemüseauflauf dann im Ofen ist, dann wird der Herd automatisch alles tun, damit er so knusprig ist wie im Rezept-Video.

Sie sehen daran eins: die Wege wie Produkte zum Kunden kommen werden sich ändern. Und zwar ganz massiv. Dabei erkennen wir noch etwas weiteres: Kunden kaufen ein Gesamterlebnis, nicht mehr diese Butter und diesen Kohl und dieses Öl. Sie kaufen “gute” Produkte.

Produkte werden über Codes eindeutig identifizierbar – das hat Vorteile

Die Hersteller von Küchen arbeiten aber heute schon intensiv an der Umsetzung von intelligenten Schränken (nicht nur Kühlschränken) die, zusammen mit einem Ersatz des EAN-Strichcodes automatisch erfassen können, was der Kunde alles in seinem Haushalt hat. Oder an intelligenten Mülleimern, wie zum Beispiel der Online-Supermarkt AllyouneedFresh und Wesco, Euopras größter Hersteller von Mülleimern. Hier werden alle Produktverpackungen oder neuen Chips, die in Verpackungen auch von frischem Obst und Gemüse eingesetzt sind, erkannt und die Produkte auf Wunsch gleich wieder auf die Einkaufsliste gesetzt.

Aber woher kommen die Produkte dann? Natürlich könnte man sie aus dem Angebot der derzeitigen Online-Supermärkte ziehen. Solche “Zwischenhändler” haben solch große Strukturen aber gar nicht nötig. Die können aufgrund der Mengen auch gut direkt einkaufen oder über Genossenschaften, die vielleicht viele Produzenten von Agrarprodukten gemeinsam auf einer Online-Plattform vertreten.

Keine Angst vor Begriffen wie “Blockchain” – sie müssen sie nicht verstehen, aber die Möglichkeiten für sich langfristig nutzen können.

Dabei kommt der Landwirtschaft eine weitere starke Entwicklung zugute: die Blockchain. Ich weiß, das ist das “digitale Ding” das niemand erklären kann. Lassen Sie es mich aus einem Beispiel der Vereinten Nationen mit Microfarmern in Afrika und Indien erklären. Diese konnten früher ihre Produkte nicht auf dem nächsten regionalen Markt verkaufen, da die 10-50km dorthin unüberwindbar waren. Jetzt können sie per App ein Foto ihrer frisch geernteten und aufgereihten Waren machen. Die App zeigt ein ungefähres Gewicht der Ware und um welche Produkte es sich handelt. Ein Händler auf dem Markt kann diese Produkte direkt online kaufen. Sobald das passiert ist, kommt ein Lastwagen der Vereinten Nationen vorbei und holt die Produkte ab. Auf dem Markt angekommen, werden die Produkte begutachtet und direkt per Blockchain bezahlt. Das ist wichtig, da die Microfarmer keine Bank haben bzw. hätten sie eine, wäre möglicherweise ein Regime dabei die Einkommen für sich zu behalten.

In dieser Blockchain wird aber noch weiteres Übermittelt: woher das Produkt stammt, wie es angebaut wurde, welche Düngemittel verwendet wurden, welches Saatgut … es wird da eine neue Transparenz geben. Und zwar eine, die nicht nur in diesem Entwicklungsbereich, sondern heute schon stark zunehmend im Internet verlangt wird. Das gibt Ihnen als Produzenten ganz neue Möglichkeiten sich darzustellen und direkt mit Kunden Geschäfte zu machen. Auf anderen Plattformen ist es im Internet zum Beispiel möglich von Biohöfen in Italien oder Spanien ganz spezielle Pommeranzen einzukaufen und geliefert zu bekommen. Der Handel findet direkt zwischen Kunde und Produzent statt – es braucht nur noch einen Logistiker, aber keinen Händler mehr.

In 4-7 Jahren sollten sie fit sein.

Das sind natürlich nur erste Möglichkeiten. Das ist aber auch gut. Denn sie sollen Ihnen ja auch nur zeigen, dass sie noch nicht “hinten dran” sind, sondern gerade jetzt anfangen können sich perspektivisch mit diesen neuen Möglichkeiten zu beschäftigen. Bis diese sich durchsetzen wird es noch 4-7 Jahre dauern. Was aber auch gut ist, da sie diese Zeit nutzen und neue Möglichkeiten ausprobieren können.

Dabei müssen Sie eins noch zum Internet und der Blockchain, die wesentlich in den Vordergrund treten wird, verstehen: vor der Industrialisierung hat man auf “Augensicht” miteinander Handel getrieben. Jeder hat für sich angebaut und mit dem Nachbarn getauscht. Man war kein Unbekannter. Wenn etwas nicht in Ordnung war, hat man das gesagt, wenn man spezielle Wünsche hatte, hat man auch diese ausgetauscht. Die Industrialisierung hat diesen persönlichen Austausch anonymisiert. Produkte sind zu “Waren” geworden, meist ohne Herz und Verstand, sondern nur noch auf Effizienz ausgerichtet. Mit der Digitalisierung, dem Internet, der Blockchain (all diesen zur Zeit noch kryptischen Buzzworten) werden wir wieder zurück kommen zu einem Miteinander wie in Zeiten “vor der Industrialisierung”, also mit einem direkten Handel von Produzent zu Kunde, nur eben mit globalen Vernetzungsmöglichkeiten. Dazu kommen die vollkommen neuen Handelswege (siehe Kitchenstories als “ein” allererstes Beispiel) die neue Möglichkeiten eröffnen.

Regional und Global sind in digitaler Vernetztheit kein Gegenteil mehr.

Dabei wird der Trend weggehen von multinationalen Unternehmen, hin zu kleineren autarken Einheiten, die aber intelligent miteinander vernetzt sind. Das zeigt sich im Energiebereich bereits heute. Wer ein Solardach hat (und das werden mit den verbesserten Technologien immer mehr Menschen sein) der braucht kein Energieversorgungsunternehmen mehr das eine Rechnung schickt. Das ist wie früher, als man im eigenen Hof noch den Kamin oder Ofen beheizt hat – nur jetzt eben digital vernetzt. Und solche Netze sind viel stabiler und sicherer, da sie nicht als ganzes ausfallen können.

Die gesamte Komplexität dessen was auf die Landwirtschaft und digitalen Handelsmöglichkeiten zukommt, ist schwer in einem Artikel unterzubringen. Aber halten sie die Augen und Ohren offen. Und seien Sie gewiss: die Möglichkeiten für Sie werden sich erheblich verbessern in den kommenden Jahren. Es braucht keine Panik, aber eine gesunde Abstimmung mit allen Verbandsmitgliedern und den Genossenschaften sowie letztendlich mit den neuen Intermediären die da gerade entstehen und den Endkunden die immer mehr Transparenz fordern. Davon können sie am Ende nur profitieren. Der Handel wie wir ihn heute kennen, wird es hingegen immer schwerer haben.

 

Lesen Sie hier das ganze Interview aus dem Magazin des Bauernverbands 06 2018.

(Zum Vergrößern auf die Bilder klicken)

Keine Angst vor der Zukunft!

Max Thinius – Futurologe (English below), Autor, Unternehmenssprecher, Entrepreneur, Speaker, Lobbyist, gilt als einer von Europas führenden Futurologen mit einem Fokus auf Gesellschaft, Nachhaltigkeit, Wirtschaft und Handel.

Er redet und schreibt über Digitalisierung, Zukunft, gesellschaftliche Entwicklung und wie unser Alltag sich verändern wird. Lebensqualität, Arbeit, gesellschaftliche Trends, regionale Strukturen und neue Integrationen von Technologie, stehen dabei als zentraler Punkt in unser aller Alltag oft im Fokus. Er bringt Menschen zusammen, nimmt ihnen die Angst vor der Zukunft und erklärt gleichfalls das neue Denken und die neuen Möglichkeiten. Sein Ziel ist es, das „alle“ Menschen die Möglichkeiten der Zukunft für sich und die Gesellschaft nutzen können. Als Berater hilft er Unternehmen und Regionen die eigenen Zukunftspotentiale zu erkennen, Innovationen zu entwickeln und Ihre Ausrichtung auf die Zukunft vorzubereiten.

Er publiziert in vielen öffentlichen Medien und moderiert im Rahmen seiner Tätigkeit für verschiedene Verbände das Zusammenspiel aus politischen, wirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Interessengruppen. Darüber hinaus ist er geladenes Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates der Bundesregierung.

Mit seinen Vorträgen und Publikationen beschreibt er in unterhaltsamen Stories die Entwicklung der Gesellschaft und baut Szenarien wie diese sich in den nächsten Jahren 2-7 Jahren entwickeln wird. Dabei entmystifiziert er viele der gängigen Vorurteile und durch verschiedene Protagonisten geschürte Vorstellungen von Zukunft (meist zum eigenen Wohl). Unsere Zukunft wird mit Sicherheit prospektiv sein – wir müssen allerdings unser Denken ändern um darauf in der richtigen Art reagieren zu können. Wie das geht, dazu gibt Max einfache Anleitung und nimmt Menschen mit. Gemeinsam mit dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. und der Systain GmbH hat Max hierzu eine begleitende Studie entworfen.

Max ist in seinen Nebentätigkeiten ausgebildeter Schauspieler, Moderator, Comedian und hat 10 Jahre den Lehrstuhl für Konzeption und Innovation am IMK in Berlin und Wiesbaden geleitet.

Er hat sich 1988 von Anita Roddick (Gründerin des Body-Shop) begeistern lassen und gelernt, wie man oft mit kleinem Umdenken die Zukunft vieler positiv verändern kann. Später hat er für Agenturen wie Medienunternehmen gearbeitet, immer mit dem Ziel „Zukunft zu machen“. Dabei hat er auch ein nachhaltiges Investmenthaus mit aufgebaut, die erste international nachhaltige Ratingagentur für Finanzprodukte mitentwickelt sowie ein Institut für Strategiebewertung – im Hinblick auf deren Zukunftsfähigkeit. Seit 2011 berät er unter anderem die Deutsche Post im Aufbau des Online-Supermarktes AllyouneedFresh und revolutioniert als Verbandssprecher und Lobbyist den gesamten Lebensmittelmarkt. Darüber hinaus ist er Co-Veranstalter der Next-Generation-Food – als Deutschlands Branchen-Think-Tank und hat gemeinsam mit Milennial Hendrik Haase (Food ist Pop) das erste Comedy-Sach Format zum Thema „Alltag 4.0, wie wir in Zukunft leben“ auf die Bühne gebracht.

Heute arbeiten Max und sein Team für verschiedene Unternehmen im DAX wie Mittelstand, Regionen, politische Parteien und Handels-Verbände.

Foto by Hendrik Haase

Referenzen Max Thinius

Wirtschaft: Axel Springer, AllyouneedFresh, BioCompany, Burda, Chupa-Chups, Coca-Cola, Christ Juweliere, Diageo, Deutsche Post, Douglas Holding, Dow, Heineken, GASAG, Lufthansa, MAMA AG, Mercedes Benz, Merck Pharma, MLP, PWC, STEAG, Sparkassen, Togal-Werk-AG, Vattenfall, Voeslauer, Volkswagen.

Politik: Bitkom, Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh), Deutscher Bauernverband, Forum nachhaltige Geldanlagen, BMWi, Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung, UVWM – Unternehmensverband Westfalen Mitte, Konzernrepräsentanz der Deutschen Post, VFI – Verband der Fertigwarenimporteure.

Institutionen: Schule im Aufbruch, Rock it Biz – Stiftungsgesellschaft für Unternehmertum, Deutsche Umweltstiftung, Earthrise Foundation, IMK – Institut für Marketing und Kommunikation, Freie Universität Berlin, Universität St. Gallen, Die Tafel, Miami Ad School, Wirtschaftsförderung Brandenburg, Wirtschaftsförderung Düsseldorf, Mitglied im Rat der Gesellschaft.

 

Stimmen zu Max Vorträgen

“Das war der beste, umfassendste und verständlichste Vortrag den ich zum Thema Zukunft je gehört habe.”

Dr. Luling Lo / Uni Bremen, Lehrstuhl Logistik

 

“Er ist einer von Deutschlands bekanntesten Futurologen.”

BILD online

 

„Ziemlich coole Performance gestern – Merci!”

Ute Welty / Moderatorin, Journalistin

 

“Endlich mal ein fundierter und positiver Beitrag zum Thema Digitalisierung und Zukunft.”

Petra Ohlmeyer / Wesco

 

“Super Vortrag!”

Uwe Riechel / Regional Director Fashion Europe bei Hellmann Worldwide Logistics

 

“Das reicht von Begeisterung bis Euphorie!”

Dr. Michael Arretz / VFI – Verband der Fertigwarenimporteure

 

“Vielen Dank – Ihr Vortrag gibt mir ein gutes Gefühl für die Zukunft.”

Hans Martin Pleiss / ABN AMRO

 

“Ihr Vortrag hat mir im positiven Sinne sehr viel zu denken gegeben.”

Jens Kaß / Geschäftsführer C. Mackprang jr. GmbH & CO. KG

 

“Das ist jedes Mal wieder beeindruckend zuzuhören!”

Julia Miosga / Bitkom

 

— English —

Don’t be afraid of the future!

Max Thinius Futurologist, author, company spokesman, entrepreneur, speaker, lobbyist, is considered one of Europe’s leading futurologists with a focus on society, sustainability, business and trade (NYT / BILDonline).

He talks and writes about digitization, the future, social development and how our everyday lives will change. Quality of life, work, social trends, regional structures and new integrations of technology are often at the centre of our everyday lives. As a consultant, he helps companies to set up start-ups, develop innovations and prepare them and their orientation for the future.

He publishes in many public media and moderates the interaction of political, economic and civil society interest groups as part of his work for various associations. In addition, he is an invited member of the Scientific Advisory Board of the Federal Government.

With his lectures and publications he describes the development of society in entertaining stories and builds scenarios on how this will develop in the coming years. Together with the Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. and Systain GmbH, Max has designed an accompanying study.

Max is a trained actor, presenter and comedian in his secondary activities and has headed the Chair of Concept and Innovation at the IMK in Berlin and Wiesbaden for 10 years.

He has helped develop the first international sustainable rating agency for financial products and a sustainable investment house in Germany. Since 2011 he has been advising Deutsche Post on the development of the online supermarket AllyouneedFresh and revolutionizing the entire food market as an association spokesman and lobbyist. He is also co-organiser of Next-Generation-Food – Germany’s industry think tank.

Today Max and his team work for various companies in the DAX such as medium-sized businesses, political parties and trade associations.

Die Zukunft braucht mehr Würde und Ethik.

Das aktuelle Dilemma: Vertrauen, Gemeinschaft versus Egomanie

Es fehlt heute vielfach an Vertrauen, an Respekt, Würde – und Ethik. In der Gesellschaft, in der Wirtschaft, in Regionen (Politik) und vor allem im Miteinander. Viele Menschen arbeiten nur noch für einen materiellen Wert, für Effizienz. Und Unternehmen die einst Produkte mit einem Nutzen zur Weiterentwicklung der Gesellschaft produziert haben, stellen heute Produkte vor, die nur noch mit viel Marketing unters Volk zu bringen sind und oft nicht mehr der Gesellschaft, sondern nur noch dem eigenen Reichtum dienen.

Auch Respekt für Arbeit fehlt oft. Denken wir nur an den Briefträger: früher eine Respektsperson, heute einzig getrieben von Effizienzstreben. Das macht nicht nur ihm persönlich keinen Spaß mehr, es schadet auch der gesamten Gesellschaft (und damit auch der Wirtschaft), denn das Miteinander verliert an Wert. Nicht falsch verstehen, wir wollen nicht abdriften in eine Sozialromantik, auch ist uns Effizienz wichtig. Aber Respekt vor jeder Arbeit, jedem Menschen, integrale Konzepte im trisektoralen Bereich (in der Vernetzung von Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Regionen) sind wichtig für eine langfristig prospektive Entwicklung und Wertschöpfung der Gesellschaft. Wir können mit wenig Aufwand einen geistigen Klimawandel herbei führen und eine prospektive Zukunft für alle Mitglieder dieser Gesellschaft mindestens anschieben.

Was passiert zur Zeit mit den Menschen?

Michael Nast, der Autor des Romans “Egoland”, bringt es auf den Punkt: “Draußen geht die Welt unter und Du kümmerst Dich um Deine Likes!” – wir flüchten uns in Nebensächlichkeiten. Wir schauen auf uns und wie wir in der “Öffentlichkeit” gesehen werden. Auch wenn es nur eine Schein-Öffentlichkeit ist. Dabei sind uns Likes oft wichtiger als Gemeinschaft. Auch sind Unternehmen heute Exel-Tabellen oft wichtiger als die Menschen dahinter. Das ist nichts anderes. Wir flüchten uns in Scheinwelten, statt miteinander für ein “Miteinander” einzutreten.

Ein super Zeitpunkt für einen geistigen Klimawandel

Der Zeitpunkt für solch einen geistigen Klimawandel könnte kaum besser sein. Bedingt durch die Digitalisierung entstehen vollkommen neue Strukturen und Prozesse in Gesellschaft, Wirtschaft und Regionen (Politik). Dabei entstehen auch viele neue Chancen durch Digitalisierung. Sicherlich auch Risiken. Das müssen wir offen diskutieren. Aber uns allen sollte wohler sein, wenn die Menschen, Unternehmen und Regionen, die diese Themen diskutieren ein “ethisches” Grundverständnis haben.

Dieses Verständnis möchten wir über trisektorale Projekte erzeugen. Wir möchten Menschen, Unternehmen und Regionen zusammenbringen und dabei durchaus als Vermittler auftreten. Positive Nutzwerte für alle Beteiligten sind dabei möglich und wir wissen von vielen Unternehmen die sich gesellschaftlich integrieren, dass sie auch einen langfristig deutlich höheren ROI (Return on Investment) erzielen, als Unternehmen die nicht mit der Gesellschaft und den Regionen in denen sie tätig sind, integral vernetzt sind.

Digitalisierung bietet mehr Chancen als Risiken

Es ist wie zu Zeiten der Industrialisierung. Wir haben auf einmal eine Dampfmaschine (Internet) und probieren jetzt aus, was damit alles möglich ist. Das geht oft gut, manchmal aber noch nicht. In jedem Fall hat die Industrialisierung rund 84% unseres gesamten Alltags geändert. In der Digitalisierung sind es bisher schätzungsweise 14%. Es kommen also noch Themen auf uns zu wie neue Banken- und Versicherungssysteme, neue Arbeitsrichtlinien, neue Strukturen des Alltags (durch neue Arbeitsmöglichkeiten) – fragen Sie uns einfach direkt was noch alles, gerade Max hat das in jahrelangen Studien untersucht und hierfür Lösungen entwickelt. Und Marianne hat diese schon lange in der Praxis erfolgreich umgesetzt.

Dabei dürfen wir etwas anderes auch nicht vergessen: dass es in der Digitalisierung nicht um die Technik geht, sondern um das was man damit machen kann. Derzeit sind wir alle noch auf die neue Technologie und viele Buzzwords fokussiert. Wie viele Menschen haben schon versucht Ihnen mit Begriffen wir “Artificial Intelligence” oder “Block-Chain” Angst einzujagen? Dabei stecken dahinter prospektive Ideen, die im Rahmen eines geistigen Klimawandels unser integrales Miteinander erheblich unterstützen können.

Kurzum: die Digitalisierung wird ohnehin für viele neue Prozesse in Wirtschaft, Gesellschaft und Regionen sorgen. Und wenn die Prozesse ohnehin neu aufgesetzt werden, dann kann man sie gleich im Sinne eines geistigen Klimawandels etablieren … die neue Transparenz und die globalen Strukturen, das kann man heute schon an der Entwicklung durch Digitalisierung sehen, lassen langfristig ohnehin nichts anderes zu. Wir haben also die Möglichkeit “jetzt” ganz weit vorne diese neue Welle mitzugestalten und entsprechend auf den verschiedenen Ebenen für Unternehmen, Gesellschaft und Region zu profitieren.

— English —

The future needs an „Earthrise“!

The current dilemma: trust, community versus egomania

Today, there is often a lack of trust, respect, dignity – and ethics. In society, in the economy, in regions (politics) and above all in cooperation. Many people only work for material value, for efficiency. And companies that once produced products with a benefit for the further development of society are now presenting products that can only be brought to the people with a lot of marketing and often no longer serve society but only their own wealth.

Respect for work is also often lacking. Let us just think of the postman: in the past a respected person, today driven solely by the quest for efficiency. Not only is this no longer fun for him personally, it also harms society as a whole (and thus also the economy), because togetherness loses value. Do not misunderstand, we do not want to drift into a social romanticism, efficiency is also important to us. But respect for every job, every person, integral concepts in the trisectoral area (in the networking of civil society, economy and regions) are important for a long-term prospective development and value creation of society. With little effort we can bring about intellectual climate change and at least push forward a prospective future for all members of this society.

What’s happening to people right now?

Michael Nast, the author of the novel „Egoland“, sums it up: „Outside the world ends and you take care of your likes!“ we flee into trivialities. We look at ourselves and how we are seen by the „public“. Even if it’s just a bogus publicity. Likes are often more important to us than community. Also, companies today are often more important than the people behind Exel tables. It’s nothing else. We flee into illusory worlds instead of standing up for „togetherness“ together.

A great time for intellectual climate change

The timing for such an intellectual climate change could hardly be better. As a result of digitization, completely new structures and processes are emerging in society, economy and regions (politics). This also creates many new opportunities through digitization. Certainly also risks. We must discuss this openly. But we should all be more comfortable if the people, companies and regions discussing these issues have an „ethical“ basic understanding.

We want to create this understanding through trisectoral projects. We want to bring people, companies and regions together and act as mediators. Positive benefits for all parties involved are possible and we know from many companies that integrate themselves socially that they also achieve a significantly higher long-term ROI (Return on Investment) than companies that are not integrally networked with the society and the regions in which they operate.

Digitisation offers more opportunities than risks

It’s like the days of industrialization. We suddenly have a steam engine (Internet) and are now trying out what is possible with it. This often works well, but sometimes not yet. In any case, industrialization has changed about 84% of our daily lives. The figure for digitisation is estimated at 14%. We are still facing issues such as new banking and insurance systems, new work guidelines, new structures of everyday life (through new job opportunities) – just ask us directly what else, Max in particular has investigated this in years of studies and developed solutions for this. And Marianne has been successfully putting them into practice for a long time.

And we must not forget something else: that digitization is not about technology, but about what you can do with it. Currently we are all still focused on the new technology and many buzzwords. How many people have tried to scare you with terms like „artificial intelligence“ or „block chain“? Behind this are prospective ideas that can considerably support our integral cooperation in the context of intellectual climate change.

In short: digitization will in any case create many new processes in business, society and regions. And if the processes are set up anew anyway, then they can be established immediately in the sense of intellectual climate change… the new transparency and global structures, as can already be seen in the development through digitisation today, do not allow anything else in the long term anyway. We therefore have the opportunity „now“ to play a leading role in shaping this new wave and to benefit accordingly at the various levels for companies, society and the region.